Klarheit über Deine WunschkundInnen: Der wichtigste Hebel, bevor Du an Website & Angebot gehst

Wenn Du nur eine Sache wirklich klar haben solltest, bevor Du Deine Website baust, dann ist es das hier:

Für wen ist Dein Coaching?

Nicht „für alle, die…“. Nicht „für Menschen, die sich entwickeln wollen“. Sondern so klar, dass Deine Wunschkundin beim Lesen denkt:
„Okay… die meint mich.“

Und ja – das ist manchmal unangenehm, weil Klarheit sich wie Festlegen anfühlt.
Aber genau diese Klarheit ist der Grund, warum manche Websites Anfragen bringen… und andere einfach nur „da sind“.

Warum WunschkundInnen-Klarheit so wichtig ist

Wenn Du Deine Wunschkundin nicht klar vor Augen hast, passiert fast automatisch Folgendes:

  • Deine Texte werden weich und austauschbar

  • Dein Angebot wird zu breit oder zu kompliziert

  • Deine Website wirkt nett, aber nicht zwingend

  • und am Ende bleibt’s still im Postfach

Wenn Du Deine Wunschkundin hingegen wirklich kennst, wird alles leichter:

  • Deine Worte treffen

  • Dein Angebot fühlt sich logisch an

  • Deine Website führt

  • und Menschen trauen sich eher, den nächsten Schritt zu gehen

Und jetzt machen wir das nicht theoretisch, sondern praktisch.

1) Zielgruppe ist nicht „Alter + Beruf“ (das ist nur die Hülle)

Demografische Daten sind okay – aber sie bringen Dir keine Buchung.

Das, was wirklich zählt, ist die innere Welt Deiner Wunschkundin.

Stell Dir nicht „eine Zielgruppe“ vor. Stell Dir eine Person vor.

Mini-Check:

  • Was denkt sie, wenn sie abends im Bett liegt und keiner zuschaut?

  • Was nervt sie so sehr, dass sie endlich etwas ändern will?

  • Was wünscht sie sich heimlich, traut sich aber kaum zu sagen?

Wenn Du darauf Antworten hast, kannst Du schreiben, ohne zu raten.

Wenn nicht, ist das kein Drama – dann brauchst Du nur bessere Fragen.

2) Schmerzpunkte finden: Nicht nur „Problem“, sondern der echte Auslöser

Viele schreiben „Meine KundInnen haben Stress“ oder „Sie fühlen sich überfordert“.

Okay. Aber warum genau? Und wie zeigt sich das im Alltag?

Mach’s konkret, damit Du nicht allgemein bleibst.

Mini-Übung (3 Minuten):

Schreib Dir drei Sätze auf:

  1. „Meine Wunschkundin hat das Problem, dass…“

  2. „Sie merkt es daran, dass…“ (Alltagssituationen!)

  3. „Wenn das so weitergeht, befürchtet sie…“

Und dann die andere Seite:

  1. „Eigentlich wünscht sie sich…“

  2. „Das würde sich so anfühlen wie…“

  3. „Das würde ihr ermöglichen…“

Das ist der Stoff, aus dem gute Website-Texte und gute Angebote entstehen.

3) Sprache & Ton: So, dass sie sich abgeholt fühlt (nicht belehrt)

Die beste Website bringt nichts, wenn Deine Wunschkundin das Gefühl hat:
„Das ist bestimmt gut… aber nicht für mich.“

Deshalb ist Sprache ein Conversion-Hebel.

Mini-Check:

  • Spricht sie eher emotional („Ich fühl mich festgefahren…“)?

  • Oder eher sachlich („Ich brauche eine Lösung, weil…“)?

  • Nutzt sie bestimmte Begriffe, die Du auch verwenden solltest?

Tipp, der Dich sofort weiterbringt:
Schau Dir 10 Kommentare/Fragen aus Deiner Community an (oder aus Gruppen, in denen Deine Zielgruppe unterwegs ist) und notiere Wort für Wort die Formulierungen.
Nicht interpretieren. Einfach sammeln. Das ist pures Gold für Deine Website.

4) Angebot: WunschkundInnen-Klarheit macht aus „Coaching“ etwas Buchbares

Deine Wunschkundin bucht nicht, weil Du „Coaching anbietest“.
Sie bucht, wenn sie glaubt:

  • Du verstehst sie

  • Du kannst ihr helfen

  • und der Weg ist für sie machbar

Wenn Deine Wunschkundin klar ist, kannst Du Angebote bauen, die logisch wirken:

  • klarer Einstieg

  • klare Ergebnisse

  • klare nächste Schritte

Beispiel (als Prinzip, nicht als Schablone):
„In 8 Wochen bringst Du Ordnung in ___, damit Du ___ erreichst, ohne ___.“

Damit wird Dein Angebot plötzlich greifbar – und nicht „irgendwas mit Coaching“.

5) Kundenfeedback: Der Turbo, wenn Du schon erste Gespräche hattest

Wenn Du schon mit Menschen gearbeitet hast (auch kostenlos, auch im Rahmen von Feedback-Gesprächen), dann nutz das.

Du musst nicht raten, wer Deine Wunschkundin ist – Du kannst es herausfinden.

Frag drei simple Dinge:

  • Was war Dein größter Aha-Moment?

  • Was war vorher schwer – und was ist jetzt leichter?

  • Was würdest Du jemandem sagen, der noch zögert?

Das ist nicht nur Feedback.
Das sind Formulierungen für Website, Angebote und Social Media.

Fazit: WunschkundInnen-Klarheit ist Dein Fundament (und macht Website plötzlich einfach)

Wenn Du Deine Wunschkundin wirklich kennst, brauchst Du keine Marketing-Tricks.
Dann wirst Du automatisch klarer – und genau das zieht die richtigen Menschen an.

Wenn Du heute nur eine Sache machst:
Schreib den Satz auf:

„Ich helfe ____ dabei, ____ zu erreichen, ohne ____.“

Und dann beobachte, wie sich plötzlich Struktur in Deinen Kopf setzt.

Wenn Du erst nochmal den Überblick willst, bevor Du weitergehst:
Zur Übersicht „Klarheit vor der Website-Erstellung“